Wie wird man ein Arzt, der Patienten gesund macht und selbst gesund bleibt? – spirituell

Bist du auf deinem Weg durch das Medizinstudium herausgefordert, welchen weg zu nehmen? Bist du mit dir selbst unzufrieden, da dein Charakter durchbrennt, vor allem wenn der Lernstress sehr hoch ist? Du willst gesund bleiben und Gott ähnlicher werden, aber es gibt noch so viel zu tun…

Ich wurde erst vor kurzem wieder neu darauf aufmerksam gemacht, was es heissen kann, die leise Stimme Gottes nachzufolgen. Ich wollte eine Booster-Impfung machen lassen. Die Impfstelle würde definitiv um 18:00 schliessen und es war schon 17:50. Ich legte es Gott hin und sagte mir, ich stresse nicht und mache mich mit dem Velo auf den Weg. Um 18:03 kam ich bei der Türe des Impfzentrums an und jemand wollte gerade zuschliessen. Ich fragte, ob es noch ginge; und es ging. Ich konnte, ich war mitten in der kleinen Stadt Biel, sogar mein Fahrrad in der Praxis abstellen 😊 und meinen Oberarm im nächsten Raum für die Impfung freimachen. Es ging alles so ruhig und im Ganzen herrschte ein riesiger Friede!

In der Checkliste, worauf ich mich im vorletzten Blog[1] bezog, sind in den 15 Punkten aus meiner Sicht vier hier wichtig, um gesund im geistig-seelischen Bereich zu leben:

  • Gottes Plan und Führung folgen[2]:
    • Gottes Souveränität auf dem Weg anerkennen;
    • Offene und geschlossene Türen erkennen;
    • Auf die stille Stimme hin handeln und vertrauen.
  • Dein daneben sein vor Gott immer mehr erkennen und wahrnehmen[3] und entsprechend im Alltag handeln, sei es im Spital oder in der Vorlesung:
    • Innerlich nicht jemand verklagen oder sich über eine Person lustig machen («töten»);
    • Wenn du verheiratet bist, deinen Ehepartner mit an das Studium oder mit ins Spital «nehmen», so dass andere merken, dass du verheiratet bist (die Gefahr des «Ehebruches» ist eine alltägliche Gefahr für viele);
    • Nichts vom Spital nach Hause nehmen (kein weisses Papier für den Drucker zu Hause, kein Otoskop für die Praxis später usw.; so schnell kann man sich vorgaukeln, dass es kein «Stehlen» sei, da man so viel im Spital arbeiten musste…);
    • Gibst du es als Medizinstudent vor dem Assistenzarzt, vor dem Oberarzt, vor dem Chef oder vor der Pflege zu, wenn du etwas nicht weisst oder etwas vergessen hast (kein «Lügen»…);
    • Beginnst du deinen Wert immer mehr im Spital, in der Forschung und im «Titelgewinn» zu finden; hast du Karrieremöglichkeiten sogar mit finanziellen Anreizen, so dass anderes zu kurz kommt (fehlende Life-Balance durch «Habsucht»);
    • Gönnst du einem anderen sein Weiterkommen oder die Chance, dass er oder sie eine Wunde nähen konnte und du nicht… («Neid und Begehren»).
  • Die Wichtigkeit erkennen, in Gottes Ähnlichkeit hineinzuwachsen, d.h. wachsen in Demut, in Liebe, in der inneren Haltung von Freude und Dankbarkeit. Folgende Definition zu «Demut» habe ich vor kurzem gelesen:
    • Humility is not thinking less of yourself; it is thinking of yourself less.”[4]
    • Gerade in Zeiten von Stress offenbart sich so viel von deinem Charakter, welche noch «Reinigung» braucht.
  • Deswegen ist das Gebet so wichtig:
    • Regelmässig alles Gott hinlegen;
    • Dinge dann tun, wenn ein o.k. Kommt;
    • Spontanes Gebet zum Beispiel vor dem Eingriff oder vor dem Nähen einer Wunde!

Nimm dir Zeit mit Gott, das ist so wichtig.

Im Rahmen meiner gesundheitlichen Herausforderung dieses Jahr[5] habe ich eine «spirituelle/ganzheitliche Checkliste» für mich erstellt. Darin spielt der gesunde Umgang mit dem «Geistlichen/Seelischen» eine grosse Rolle. Du kannst die Checkliste gerne runterladen (https://robertstern.ch/) oder den Link an anderen Medizinstudenten weiterleiten.

Wie gehst du in einer intensiven Lernzeit oder in einem intensiven Praktikum (WSJ, PJ, KPJ) mit deinen «geistlich/seelischen» Herausforderungen um?

Schreibe dies unten im Kommentar oder direkt an mich per E-Mail.


[1] Siehe https://robertstern.ch/blog/wie-wird-man-ein-arzt-der-patienten-gesund-macht-und-gesund-bleibt-beziehungen/.

[2] Dies ist Bestandteil des Kurses «Mit Spirit durch das Medizinstudium gehen»; siehe dazu: https://robertstern.ch/mit-spirit-durch-das-medizinstudium/.

[3] John Stott: The way up is down.

[4] In Bible in One Year (https://bioy.app/en/classic/330; kurz nach der Lesung vom 1. Petrus).

[5] https://robertstern.ch/blog/wie-aus-einem-arzt-ein-patient-wird-_-der-besondere-weg-von-der-operationsindikation-zur-operation/; https://robertstern.ch/blog/wie-aus-einem-arzt-ein-patient-wird-_-der-besondere-weg-vom-aufwachen-bis-zum-vertrauen-in-die-medizin-und-in-gott/; https://robertstern.ch/blog/wie-aus-einem-arzt-ein-patient-wird-_-weg-zur-rehabilitation-mit-stolpersteinen-aber-voller-bedeutung/.

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